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Kundengewinnung im Inbound Marketing

Beim Inbound Marketing steht das Gewinnen neuer Kunden durch relevante und hilfreiche Inhalte im Vordergrund – der Kunde und sein Erlebnis sind hier König. Die Disziplin unterscheidet sich dabei ganz grundsätzlich von Outbound Marketing, denn dort werden der Zielgruppe verschiedenste Inhalte vorgeschlagen, die sie möglicherweise gar nicht brauchen oder wollen. Ob Website, Blog oder Social Media – Inbound-Inhalte werden kanalübergreifend gestreut, um der Zielgruppe möglichst viele Berührungspunkte mit der Marke oder dem Unternehmen anzubieten. Indem sie den Kunden weiterführende Informationen und Ressourcen an die Hand geben sowie einen herausragenden Service anbieten, stellst du und deine Marke deine Kompetenz unter Beweis. Mit klugem Inbound Marketing holst du potenzielle sowie bestehende Kunden auf jeder Stufe ihrer Customer Journey ab und stärkst so die Beziehung nachhaltig. Doch wie sieht der Prozess genau aus? Wir zeigen dir die drei Schritte zur Kundengewinnung mit Inbound Marketing.

1. MIT INHALTEN DIE AUFMERKSAMKEIT GEWINNEN

Damit jemand vom Unbekannten zum loyalen Kunden wird, muss die Person drei Stufen durchlaufen. Im ersten Schritt geht es darum, potenzielle Kunden anzuziehen. Hier schlägt die Sternstunde des Inbound Marketings. Du solltest hier alle dir zur Verfügung stehenden Register ziehen, um mit hochwertigen Inhalten Menschen für dein Unternehmen und deine Marke zu begeistern. Bei ihrer Recherche zu einem bestimmten Problem oder einer Herausforderung sollten Interessierte idealerweise auf der eigenen Website landen und dort die Antwort auf ihre Frage finden. Du kannst zudem direkt in den Dialog mit Kunden gehen und dich so als kompetente Anlaufstelle für Rat etablieren.

Kundengewinnung im Inbound Marketing

Bei der Kundengewinnung im Inbound Marketing geht es darum, idealerweise beidseitig voneinander zu profitieren. (Bildquelle: Unsplash/charlesdeluvio)

 

2. DURCH BEFRIEDIGENDE INTERAKTIONEN DEN KUNDEN BINDEN

In der zweiten Phase geht es darum, die nun auf deine Marke oder Firma aufmerksam gewordenen Nutzer zur Interaktion anzuregen. Unternehmen sollten dabei nicht einfach nur ein Produkt anpreisen, sondern der Zielgruppe eine Lösung anbieten. Meist ist der Zielgruppe jetzt schon klar, welche Informationen oder Services sie konkret benötigen. Je genauer du mit deinen Inhalten den Nagel auf den Kopf triffst, desto befriedigender nehmen mögliche Kunden die Interaktion mit deiner Marke wahr. Sie merken, dass du ihnen einen wirklichen Mehrwert bietest. In Folge dessen entsteht nicht nur eine langfristige Beziehung zur Zielgruppe, sondern wächst auch deren Bereitschaft, ein Produkt oder einen Service zu kaufen. Davon profitierst einerseits du mit steigenden Umsätzen, andererseits auch die Kunden, deren Bedarf verlässlich gedeckt wurde.

 

3. MIT HERAUSRAGENDEM SERVICE KUNDEN LANGFRISTIG BEGEISTERN

Mit dem Kauf eines Produktes kommt der Austausch zwischen Unternehmen und Kunden noch längst nicht zum Ende. Nun ist es deine Aufgabe die Zielgruppe dabei zu unterstützen, das Produkt optimal einzusetzen. Ein gern genutztes Tool sind hier beispielsweise Chatbots. Sie beantworten häufige Fragen rund um die gekaufte Ware, geben Tipps zur Nutzung und fungieren generell als eine erste Anlaufstelle für Hilfe suchende Kunden. Chatbots werden häufig um Umfragen ergänzt, denn durch sie kann das ehrliche und direkte Feedback der Käufer eingeholt werden. Um herauszufinden, wie sich das Produkt oder der Service im Alltag bewährt, bietet sich z.B. eine kleine Umfrage sechs Monate nach dem Kauf an. Wichtig ist es dabei jedoch, dass sowohl Chatbot als auch Survey nicht als Belästigung, sondern als Bereicherung wahrgenommen werden – auch für die Zielgruppe. Sie sollten deshalb nicht zu aufdringlich, sondern wohl dosiert eingesetzt werden. Ein weiterer wichtiger Kanal, um Rückmeldungen der Nutzer einzuholen, ist Social Media. Dort ist die Hemmschwelle mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten oft niedrig. Ob als Kommentar oder Direktnachricht – Kunden wenden sich mit ihren Fragen oder Feedback dort direkt an dich. Du solltest Rückfragen der Kunden immer ernst nehmen und auf sie eingehen. So kannst du die Zufriedenheit deiner Zielgruppe kurz-, aber auch langfristig fördern.

FAZIT: KUNDEN ZIEHEN NEUE KUNDEN AN

Wenn deine Marke durch die drei Phasen des Inbound Marketing genügend Kunden gewinnen und zufrieden stellen konnte, werden sie mitunter zu Fürsprechern der Marke. Sie erzählen ihren Freunden oder Arbeitskollegen von den tollen Produkten oder Services, geben eine positive Bewertung z.B. bei Google ab und machen so andere auf das Unternehmen aufmerksam. Gute Erfahrungen, die Menschen von sich aus mit ihrer Umgebung teilen, sind eines der besten Aushängeschilder für deine Marke! Interessierte bringen so schon ein gewisses Vertrauen in die Interaktion mit und stehen den Produkten oder Dienstleistungen aufgeschlossen gegenüber.

Inbound geht über reines Marketing hinaus, auch der Vertrieb und Kundendienst spielen eine wichtige Rolle. Die jeweiligen Teams müssen Hand in Hand zusammenarbeiten, um den Kunden die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Als Marketing-Beauftragter bist du für die strategische Ausspielung des richtigen Contents zur richtigen Zeit an die richtige Zielgruppe verantwortlich. Auch SEO darf dabei nicht unter den Tisch fallen. Ob Blogpost, Video oder Landingpage - eine suchmaschinenoptimierte Konzeption sollten immer eine Schlüsselrolle bei der Positionierung der Inhalte einnehmen. Die Vertriebsspezialisten müssen ihren Schwerpunkt weg von Produkten hin zu Social Selling, also dem Verkaufen einer Lösung für das Problem der Zielgruppe, verschieben. Die Kundendienstler hingegen tun alles in ihrer Macht Stehende, um sicherzustellen, dass Kunden eine möglichst positive Erfahrung im direkten Kontakt mit deiner Marke machen und diese weiterempfehlen.